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Von Lübeck über Zarrentin, Lauenburg, Bleckede, Hitzacker, Schnackenburg, Arendsee, Salzwedel nach Wittingen
17. 05. - 20. 05. 2007
Teilnehmer
   
Kartenmaterial
Rad fahren in Deutschland - Der Norden
Blatt 2: Zwischen Ostsee und Elbe
Blatt 7: Brandenburg/Altmark
1:150 000
1. Tag: Itzehoe (Bahn) Lübeck (Fahrrad) Zarrentin - 17. 05.
(EH) Die erste Etappe unserer Fahrradtour entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze (EDDG) sollte in Lübeck beginnen. Um auch am ersten Tag eine ansehnliche Strecke bewältigen zu können, trafen wir uns bereits früh um 6:15 Uhr am Itzehoer Bahnhof. Hans-Hinrich Harbeck (genannt “Hinni”) nahm zum ersten Mal an einer mehrtägigen Tour in unserer Gruppe teil. Peter konnte aus beruflichen Gründen erst am zweiten Tag nachkommen und abends in Hitzacker zu uns stoßen. Also traten wir die Fahrt zunächst nur zu dritt an: Henry, Hinni und ich. Nach einem Begrüßungsschluck bestiegen wir das Fahrradabteil. Die Fahrt mit zweimaligem Umsteigen in Elmshorn und Hamburg Hauptbahnhof verlief ohne Zwischenfälle. Lübeck Hauptbahnhof wurde pünktlich erreicht.
Um 9:00 Uhr traten wir in die Pedale, durchquerten zügig Lübeck in Richtung Südwesten und radelten außerhalb der Stadt auf ruhigen asphaltierten Straßen und Wegen durch eine wunderbare, leicht hügelige Landschaft. Eine laue Brise schräg von hinten erhöhte unser Grundtempo. Bei etwas wolkigem Himmel und kühler Witterung kamen wir gut voran.
Die erste Rast wurde nach 22,5 km in einer Bushaltestelle in Thandorf gemacht. Bei km 45,6 lud uns eine Bushaltestelle in Bernstorf zur zweiten Rast ein. An einem gut frequentierter Biergarten am Schalsee in Lassahn konnten wir nicht vorbeifahren. Man hatte einen herrlichen Ausblick auf die Schalseeinsel Kampenwerder, und es herrschte ein muntere s “Vatertagstreiben“. Das gut temperierte, gezapfte Bier mundete köstlich, vor allem in Verbindung mit dem Sonderangebot des Tages: 40 cl Korn für nur 1,- €!
Bereits um 15 Uhr bezogen wir unser 3-Bett-Zimmer im Landhaus am Schalsee in Zarrentin. Eine gemütliche “Erholungsstunde” bei Schinken und Bier gab uns wieder Kraft und Energie für eine ausgiebige Ortserkundung. Die Südspitze des Schalsees, weiterhin die Kirche mit ehemaligem Klostergebäude und der imposanten, mehrere hundert Jahre alten L inde sind äußerst sehenswert. Nach einer kurzen Einkehr wurde der Rückweg angetreten.
Im Hotel genossen wir abends eine leckere Räuberpfanne. Der obligate Absacker auf der Stube leitete dann unmittelbar in die Nachtruhe über. Es war ein nicht sehr anstrengender, aber ein sehr schöner Auftakt unserer Fahrradtour entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, die uns irgendwann einmal bis Hof in Bayern führen wird.
 
2. Tag: Zarrentin - Hitzacker - 18. 05.
(HS) Nach einer erholsamen und ruhigen Nacht im Landhaus am Schalsee bereiteten wir uns auf die heutige Etappe vor.
In der Gaststube des Landhauses ließen wir uns ein ausreichendes Frühstück schmecken und starteten bei sonnigem Wetter um 08.25 Uhr. Die Temperatur war noch etwas niedrig, Wind kaum vorhanden. Die Voraussetzungen für den heutigen Tag waren günstig. Bei LIDL in Zarrentin ergänzten wir unseren Getränkevorrat.
Der B 195 folgend verließen wir Zarrentin in Richtung Boizenburg. In Höhe Lüttow bogen wir ab und radelten weiter auf asphaltierten Straßen nach Vallun.
Hinter Vallun begann ein wassergebundener We g, der in Teilbereichen nicht besonders gut zu befahren war. Hinni verlor auf diesem Weg seinen rechten Low-Rider. Es ging aber nichts zu Bruch.
Schließlich kamen wir wieder an eine Asphaltstraße, der wir in Richtung A 24 folgten. In Höhe der Raststätte Gudow querten wir die Autobahn . Dann ging es über viele Kilometer auf einem asphaltierten Weg durch ein Waldgebiet. Auf diesem Teil der Strecke kollidierte Eckhard beinahe mit einem Reh.
In Fortkrug bogen wir falsch ab, stellten diesen Irrtum aber nach 2 Kilometern fest und kehrten um. An einer Bushaltestelle in Fortkrug machten wir bei Kilometer 23,10 um 10.10 Uhr unsere erste Rast.
Auf gut ausgebauten und wenig befahrenen Straßen und Wegen ging es weiter in Richtung Boizenburg. Etwa 2 Kilometer vor Schwanheide endete die Asphaltdecke und es begann Kopfsteinpflaster. Zum Glück gab es neben der Straße einen gut zu befahrenden Sandweg.
In Horst machten wir uns auf die Suche nach dem rechten W eg, den wir nach einigen Wirrungen auch fanden.
Wir erreichten die B 5 und folgten ihr auf einem fahrbahnbegleitenden Radweg bis Lauenburg. Nachdem wir den Elbe-Lübeck-Kanal überquert hatten, fuhren wir in Richtung Altstadt und kehrten in der Gaststätte „Zum Alten Schifferhaus“ ein. Auf der Terrasse mit Blick auf die Elbe ließen wir uns nach 46,7 Kilometern um 12.00 Uhr ein gezapftes Bier schmecken.
Über die Elbebrücke in Lauenburg fuhren wir weiter in Richtung Bleckede. Zunächst – obwohl nicht geplant – a uf der Elbuferstraße, bogen dann aber in Richtung Elbdeich ab. In Barförde hielten wir nach 56,34 Kilometern um 12.50 Uhr zur dritten Rast auf dem Elbdeich an. Hier genossen wir einen schönen Blick auf die Elbe.
Nach der Pause ging es am Elbdeich in Richtung Bleckede zur Elbfähre „Amt Neuhaus“, die wir um 14.35 Uhr bei Kilometer 73.31 erreichten. Mit dieser Fähre setzten wir zum anderen Elbufer über.
Hier trafen wir einen Radfahrer aus Berlin, der uns einige Kilometer begleitete und uns durch seinen Redeschwall nervte. Wir verabschiedeten uns daher gegen 15.10 Uhr von ihm zur vierten Pause auf einer Bank mit Elbblick.
Überwiegend auf dem Elbdeich radelten wir weiter. Leider hatte der Wind zwischenzeitlich aufgefrischt. Das tat unserer guten Laune aber keinen Abbruch.
In Höhe des Ortes Konau hielten wir kurz für ein Foto an einem Wachturm und einem Stück der alten Grenzbefestigung.
Der Versuch, in Darchau ein gezapftes Bier zu trinken, schlug leider fehl. Am Elbdeich gab es zwar ein Cafe, aber kein Bier. Wir fuhren weiter, legten aber dann am Deichfuß in Privelack um 16.35 Uhr eine weitere Pause ein.
Auf nach wie vor gut ausgebauten Wegen (Betonbahnen) auf und am Deich entlang fuhren wir zum Schiffsanleger gegenüber von Hitzacker (Ankunftszeit 17.30 Uhr). Hier warteten wir mit anderen Radlern auf das Schiff, das nach kurzer Zeit am Ufer anlegte. Es machte keinen sehr Vertrauens erweckenden Eindruck. Über eine Gangway am Bug des Schiffes mußten wir die Räder mit Gepäck aufs Schiff schieben. Danach fuhr das Schiff nach Hitzacker zurück.
Eckhard wollte als erster aussteigen und brachte noch während der Überfahrt sein Rad mit dem Vorderrad in Richtung Buggangway in Positur. Leider legte das Schiff dann längsseits an, so daß seine Mühen um sonst waren und er als letzter das Schiff verlassen durfte. Der Ausstieg war sehr abenteuerlich. Über enge Gangways ging es an Land. Dabei gab es aber keine Probleme und auch keinen Unfall.
Wir radelten durch den Ort und suchten nach unserem Quartier. Mit Hilfe des Berliners, der uns entgegen kam, fanden wir nach längerem, aber nicht anstrengenden Anstieg den Ortsteil Harlingen und nach kurzer Zeit (18.10 Uhr) auch das Haus der Familie Thiemann in der Harlinger Str. 59, 29456 Hitzacker. Frau Thiemann nahm uns freundlich in Empfang und zeigte uns die im Keller des Hauses gelegenen Zimmer (2 Doppelzimmer mit Bad und der Möglichkeit zur Küchenbenutzung zum Preis einschließlich Frühstück von 18 € pro Person). Es war eine gemütliche Unterkunft. In einem der Doppelzimmer gab es einen großen Tisch mit S tühlen. Hinter den Betten, nur durch einen Vorhang verdeckt, sogar eine Bar.
Die Räder konnten wir unter einem Dach abstellen. Wir bezogen die Zimmer und ruhten uns von der langen Tour aus.
Gegen 19.00 Uhr stieß Peter, der nachgereist war, zu uns. Nach einer freudigen Begrüßung machten wir uns landfein und radelten zurück nach Hitzacker.
Auf der Herfahrt hatten wir gesehen, daß im Cafe Dierks, Kranplatz 2, Heringe mit Bratkartoffeln angeboten wurden. Darauf hatten alle Appetit. Deshalb fuhren wir direkt zum Cafe. Auf Nachfrage teilte uns die Bedienung mit, daß dieses Angebot nicht mehr verfügbar wäre. Wir waren enttäuscht und bestellten jeder eine „Mahlzeit eines Landmannes am Morgen“ (Bauernfrühstück). Den letzten Hering brachte uns die Bedienung kostenlos zum Probieren. Da er sehr gut schmeckte, wurde die Enttäuschung noch größer. Aber auch das Bauernfrühstück war schmackhaft, insbesondere in Ergänzung zu einem süffigen, gezapften Bier.
Nach dem Essen ging es in der Dämmerung zurück zum Quartier. Im Garten der Familie Thiemann feierten wir Bergfest mit Rumtopf ohne Früchte, Schnaps und Knabbereien. Während des Bergfestes hatten wir Gelegenheit, mit Herrn Thiemann Erfahrungen auszutauschen. Gegen 23.00 Uhr war Nachtruhe angesagt.
3. Tag: Hitzacker - Arendsee 19. 05.
(HH) Nach einem erholsamen Schlaf wurde ich um 06.15 Uhr von Eckhard am dritten Reisetag geweckt. Nach erfolgreichem Suchen in den Packtaschen nach frischer Bekleidung und Waschzeug kam Henry so gegen 07.00 Uhr aus dem Nachbarraum und fragte, ob wir los wollten. Da wir noch Zeit bis zum für um 08.00 Uhr festgesetzten Frühstück hatten, wurden schon alle Fahrradtaschen gepackt und aus der geräumigen Kellerwohnung nach oben zu den unter Dach stehenden Fahrrädern geschafft. Frühstück und Unterkunft bei Familie Thiemann in Hitzacker-Harlingen waren in Ordnung und weiter zu empfehlen. Während des Frühstücks setzte leider Regen ein. Dennoch wurde aufgesattelt und gegen 08.40 Uhr, nachdem der Regen vorübergehend fast ausgesetzt hatte, fuhren wir in Regenschutzjacken und zum Teil auch mit Regenschutzhüllen über dem Helm bzw. den Lenkertaschen los. Nachdem wir nach rd. 2,5 km durch einen Platzregen überrascht und fluchtartig noch eine Bushaltestelle in Hitzacker zum Unterstellen gefunden hatten, war erst einmal Zwangspause angesagt. Bei guter Stimmung und leichtem Nieselregen ging es dann weiter zu Lidl, um unsere stark reduzierten Getränkebestände erneut aufzufüllen. Immerhin mußte ja Vorsorge für Sonnabend und Sonntag getroffen werden. Bei starkem Regen ging es dann los und wir kamen bei Wussegel auf den Elbdeich. Eckhard las die Karte auch während der Fahrt - etwas was ich nicht konnte - und gab auch die Geschwindigkeit an. Die Strecke war meistens gut befahrbar und teilweise wurde auf dem Deich und teilweise auf dem Flutsicherungsweg hinter dem Deich gefahren. Dabei konnten wir trotz Regens die herrliche Elbetallandschaft bewundern. Nach rd. 15 km bei immer noch starkem Regen machten wir Rast in einer Bushaltestelle. Dabei konnten wir eine Schafherde in der Ferne am Deich beobachten, die durch für uns nicht erkennbaren Grund ihre Laufrichtung unter lauten Blöcken änderte. Ich dachte in der Nähe würden Frösche quaken. Bei Grippen haben wir den Deich verlassen und mußten eine kleine Strecke auf sehr holprigem Kopfsteinpflaster fahren. Es regnete immer noch, so daß mittlerweile die kurze Hose, Schuhe und Strümpfe total durchnäßt waren. Neben der Hauptstraße fuhren wir dann auf einem Radweg am Waldesrand Richtung Gorlebe n. Hier mußte man bei „ hohem“ Tempo und Regen aufpassen, nicht durch die vielen Fichtentannenzapfen, die den Fahrradweg übersäten, zu stürzen. In Gorleben freuten wir uns dann auf ein schönes erfrischendes Getränk, von Eckhard spendiert, und auf die vom Wirt der Gaststätte empfohlene Hochzeitssuppe. Nachdem wir wieder ein wenig getrocknet waren und nach einem Rundgang durch das Lokal unter Führung des geschäftstüchtigen Wirtes, ging es erstmalig bei nachlassendem Regen weiter in Richtung Gartow. Hinter Höhbeck wurden wir nach einer scharfen Rechtskurve plötzlich durch eine Straße mit einer 16 % -igen Steigung überrascht, die wir aber fahrend überwanden. Dan ach ging es mit langen Steigungen auf einem unbefestigten Waldweg bei endlich nachlassendem Regen über Pevestorf und Testorf vorbei am Gartower See in herrlicher Landschaft bis zur nächsten Rast nach rd. 56 km in Holtorf. Leider war die Bushaltestelle derartig verdreckt, daß nur die „kleinen“ Peter und Henry nicht an den Spinnenweben hängen blieben. Auf dem Weg nach Schnackenburg konnten wir Rast machen und dabei in einer Dokumentation uns die ehemaligen Grenzbefestigungen Zaunsichtschutz, Elektrozaun, Beobachtungsbunker, Todesstreifen und Panzergraben ansehen. Mittlerweile kam die Sonne durch und wir konnten wenigstens teilweise wieder trocknen. Der Regen war so stark, daß sogar meine O rtlieb Lenkertasche von innen unangenehm feucht war. Nach einer weiteren Pause, in welcher Henry sein Packtaschengewicht durch Ausgabe von Getränken reduzierte, kamen wir bei zügiger Fahrt teilweise auf Schotter- und Waldwegen an unserem Zielort nach 89 km in Arendsee in Sachsen-Anhalt an. Nach kurzer Orientierung war auch unser von Eckhard gebuchtes Quartier im Ferienland Arendsee gefunden. Der freundliche Inhaber der Anlage brachte uns zu unseren Zimmern, die in einer Ferienfahrschule, offensichtlich in einem neu aufgestockten praktischen Gebäude waren. So bezogen Peter und Henry und Eckhard und ich je ein schönes moderne s Zimmer mit Balkon, kleiner Teeküche und Dusche/WC. Die Anlage liegt im Grünen nur ein paar hundert Meter vom Arendsee entfernt. Nachdem wir abgesattelt und die Fahrräder im geräumigen Treppenhaus untergebracht hatten, brauchten Eckhard und ich unbedingt einige Kaltgetränke während Peter und Henry die im Zimmer befindliche Kaffeemaschine ausprobierten. Zwischendurch spannte Eckhard auf dem Balkon eine Wäscheleine, an der wir dann unsere immer noch nicht trockenen Sachen aufhängten. Dann sind wir alle Vier zum Segelclub direkt am See gegangen, um draußen auf der Terrasse des Restaurants zu essen. Der rd. 500 ha große Arend see liegt in einer sehr hübschen Landschaft und die Einwohner des Ortes leben offensichtlich überwiegend vom Tourismus. Das Essen war in Ordnung und das Feierabendbier schmeckte besonders gut. Zurück in unserer Pension saßen wir Vier noch gemütlich bei uns im Zimmer bei Chips von Peter und Eckhards mitgebrachtem sehr gut schmeckendem Rumtopf. Insgesamt ging ein interessanter schöner Tag mit herrlichen Landschaftsbildern, vielen schönen Eindrücken und viel Spaß trotz teilweisen Regens ohne Pannen zu Ende und wir gingen zeitig ins Bett.
4. Tag: Arendsee (Fahrrad) Wittingen (Bahn) Itzehoe - 20. 05.

(PW) Die Übernachtung im Ferienland Arendsee in zwei zusätzlich angemieteten 2-Bett- Zimmern der Ferienfahrschule Arendsee war angenehm. Auch das Frühstück, was im Speisesaal des Ferienlandes angeboten wurde, war gut und ausreichend. Wegen einer größeren Sportlergruppe, die dort ebenfalls frühstückte, war es jedoch etwas unruhig.
Um 9:00 Uhr starteten wir bei gutem Wetter; es gab eine durchgehende, hohe Wolkendecke und angenehme Temperaturen.
Kurz vor Kaulitz hatten wir eine Begegnung mit zwei Rehen, die von einem Rapsfeld über unseren Weg ins nächste Feld wechseln wollten. Dabei floh das zweite Reh wieder in das erste Feld zurück, was fast zu einer Kollision mit einem von uns geführt hätte. Wenig später, kurz nach Mechau konnten wir auf einem Feld einen Kranich beobachten.
Die erste Pause legten wir in Groß Chüden um 10:25 Uhr ein. Das Wetter wurde zunehmend freundlicher, aber die Sonne hielt sich meistens hinter den hohen Wolken verborgen. Wir folgten dem ausgewiesenen Radwanderweg „Altmarkweg“, die Beschilderung war leider nicht immer zuverlässig und vollständig. Dennoch erreichten wir das Zentrum der Altmark Salzwedel.
Um 11:25 Uhr trafen wir dort ein und hatten die Gelegenheit in einem Getränkemarkt am Ortseingang, der am Sonntag (!) geöffnet hatte, unsere Vorräte zu ergänzen. Leider war kein Angebot in Kunststoffflaschen vorhanden, so daß die schwereren Glasflaschen unser Gep äckgewicht erhöhten. Salzwedel ist eine sehenswerte Stadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern, die uns bei unserer kleinen Stadtrundfahrt auffielen. Bei der Sparkasse im Zentrum konnten wir auch unsere Bargeldbestände ergänzen. Wegen der Stadtrundfahrt hatten wir leichte Schwierigkeiten, den ausgeschilderten Altmarkweg wieder aufzunehmen, was uns dann außerhalb der Stadt doch wieder gelang.
Um 13:00 Uhr erreichten wir das 1050 Jahre alte Dorf Tylsen, wo wir an der schönen alten Feldsteinkirche mit Treppengiebelturm und einem Storchenhorst darauf pausierten. Die Temperatur stieg weiter an aber es war weiterhin angenehm und der Wind störte nur sehr selten.
Die Landschaft wurde nun etwas hügeliger aber noch gut zu bewältigen, zumal die Wege mit nur wenigen Ausnahmen gut befahrbar waren. Gegen 14:20 Uhr rasteten wir in Eickhorst, wo wir eine Rasthütte auf den Kirchplatz fanden. Es ist eine schöne Feldsteinkirche mit einem Holzturm. Gegenüber lag eine kleine private Geflügelzucht mit vielen verschiedenen Geflügelrassen.
Ab Diesdorf konnten wir nicht mehr dem Altmarkweg folgen sondern mußten die l etzten ca. 12 km bis Wittingen auf einer Landesstrasse ohne Radweg und mit relativ lebhaftem Autoverkehr zurücklegen.
Gegen 16:00 Uhr war unser Zielort Wittingen erreicht. Der Bahnhof liegt am westlichen Ortsrand, so daß wir durch die gesamte Innenstadt dorthin fuhren. Am Automaten kauften wir ein „Schönes Wochenende-Ticket” und vier Fahrradkarten, um dann 18:19 Uhr die Heimreise anzutreten.
Leider hatte die Bahn für uns eine unschöne Überraschung parat; in Uelzen fielen wegen Gleisbauarbeiten zwei für uns geeignete Züge aus und der eingerichtete Schienenersatzverkehr mit Bussen transportierte leider keine Fahrräder, so daß uns ein unfreiwilliger Aufenthalt von 2 Stunden auf dem Bahnhof nicht erspart blieb. Erst gegen 23.30 Uhr endete unsere Fahrt am Bahnhof Itzehoe.
Fazit (für 2 ½ Tage):
Es war wieder eine schöne, gut vorbereitete Tour, die uns durch landschaftlich unterschiedliche, abwechslungsreiche Gebiete entlang der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze führte. Einige Relikte der Grenzanlagen waren noch erkennbar.
Unsere 4-er-Gruppe hat sich bewährt; Hinni ist voll integriert, als ob er schon immer dazu gehörte. Ein wesentlicher Aspekt unserer Fahrten ist eben auch das Kameradschaftserlebnis.
Leider mußten wir auch bei dieser Tour schlechte Erfahrungen bezüglich der Bahn machen; Fahrrad und Bahn - da treffen zwei Welten aufeinander.
Ich und wohl auch die drei Mitstreiter freuen uns schon auf den nächsten Abschnitt der Fahrradtour entlang der ehem. Deutsch-Deutschen Grenze, der uns wohl im nächsten Jahr (2008) durch den Harz führen wird.
Statistik
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Datum
|
km
|
FZ
|
Ǿ
|
max
|
|
17. 05.
|
58,78
|
3:23
|
17,40
|
39,9
|
|
18. 05.
|
106,31
|
6:08
|
17,32
|
35,2
|
|
|
6,68
|
0:22
|
18,34
|
29,1
|
|
19. 05.
|
88,70
|
5:19
|
16,70
|
31,0
|
|
20. 05.
|
77,26
|
4:25
|
17:48
|
35,2
|
|
ges
|
337,93
|
19:37
|
17,22
|
|
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